Die Telder Moot Court Competition wurde erstmals im Jahr 1977 organisiert und findet seitdem jährlich statt. Zunächst werden in den nationalen Vorausscheidungen die besten Teams jedes Mitgliedsstaats der Europäischen Union ermittelt. Die internationale Finalrunde findet dann im ehrwürdigen Peace Palace, dem Sitz des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag statt. Im Übrigen gleicht der Wettbewerb im Wesentlichen der Philip C. Jessup Moot Court Competition.
Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot wird seit 1993 von der Pace University (New York) ausgerichtet; die mündliche Endrunde finden jährlich in der Woche vor Ostern in Wien statt . Mittlerweile nehmen mehr als 150 Teams von Universitäten aus allem fünf Kontinenten teil, sowie Hunderte von Rechtsanwälten, Professoren und Praktikern, die als Schiedsrichter des Wettbewerbs fungieren. Der C. Vis Moot Court ist somit der größte internationale Moot Court im Zivilrecht.
Bei der European Law Moot Court Competition handelt es sich um den größten Moot Court im Europäischen Gemeinschaftsrecht. Gegründet durch Studenten der Universität München fand der Moot Court erstmals 1989 in Florenz statt. Teams verschiedener Universitäten der ganzen Welt setzen sich dort mit noch ungeklärten Fragen aus dem EU-Recht auseinander. Der Wettbewerb besteht aus drei Stufen: Zunächst fertigen die Teams Schriftsätze für die von Ihnen vertretenen Streitparteien in englischer und französischer Sprache an. Die besten 48 Teams werden auf Grundlage dieser Schriftsätze ausgewählt und ermitteln dann in vier verschiedenen europäischen Metropolen in einer Regionalausscheidung die Teams, die sich schließlich im Finale in Luxemburg im Europäischen Gerichtshof gegenüberstehen.
Bei dem von ELSA veranstalteten WTO Moot Court wird ein Fall im internationalen Wirtschaftsrecht vor dem Dispute Settlement Body der Welthandelsorganisation verhandelt. Nach Abhaltung der regionalen Vorausscheidung findet das Finale jährlich in Genf statt.
Ein jüngerer Moot Court ist der seit 2007 stattfindende Investment Arbitration Moot Court, der sich - wie der Name schon vermuten lässt - auf investitionsschutzrechtliche Fragen konzentriert.
Ebenfalls ein jüngerer Moot Court ist die seit 2005 stattfindende International Criminal Court Moot Competition, die von der Pace-University in New York veranstaltet wird. Die teilnehmenden Teams der Universitäten nehmen die Rollen der Anklagebehörde, der Verteidigung und der Anwälte der Opfer ein und fertigen zuvor Schriftsätze an.
Im Bereich des humanitären Völkerrecht existiert der John Pictet Moot Court, der 2008 um 20. Mal in Schwarzenburg in der Schweiz stattfand. Im Gegensatz zu anderen Moot Courts wird der Sachverhalt erst wenige Stunden vor dem mündlichen Verfahren mitgeteilt, daher sind keine Schriftsätze erforderlich. Es gibt separate Wettbewerbe in Englisch und Französisch. Organisiert wird der Wettbewerb u.a. vom Internationalen Kommitee des Roten Kreuzes, dem Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, dem Schweizer Außenministerium und dem Französischen Roten Kreuz.
Der Concours International des Droits de I 'Homme René Cassin wurde nach dem großen französischen Humanisten, Friedensnobelpreisträger und ersten Präsidenten des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR), René Cassin, benannt. Der Wettbewerb behandelt Rechtsfragen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und findet seit 1985 jährlich auf Französisch in den Räumen des Europarates und des EGMR statt. Der Wettbewerb ist offen für Studierende der Rechts- und Politikwissenschaften. Die Teams werden jeweils eine schriftliche Analyse zu einem fiktiven Problemfall vorstellen, wobei die Europäische Menschenrechtskonvention und die Rechtsprechung des Straßburger Gerichtes zu berücksichtigen sind. Anschließend nehmen sie an öffentlichen Plädoyers teil, die in einem Finale im Verhandlungsraum des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte münden.
Neben den näher umschriebenen Wettbewerben existiert noch die Manfred Lachs Moot Court Competition im Bereich des Weltraumrechts und die International Environmental Moot Court Competition im Bereich des Umweltvölkerrechts.
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